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Last Update 2013/06/22

Sicherheit beim Kitesurfen


Kitesurfer sollten gut schwimmen können denn für alle Wassersportler gilt grundsätzlich: Man sollte immer in der Lage sein, selbstständig zurück ans Ufer schwimmen zu können; das gilt insbesondere für Strände mit Brandung.


Allgemeine Empfehlungen zur  Sicherheit beim Kitesurfen


  • Kite nur bei seitlichen (sideshore)  und schräg auflandigen (side-onshore) Winden.
  • Prüfe vor dem Start die Funktionsfähigkeit des Sicherheitssystems (Quick-Release.
  • Achte auf ausreichend Platz nach Lee ( > zwei Leinenlängen).
  • Vermeide Hindernisse in Luv, die den Wind verwirbeln könnten.
  • Das Ufer sollte immer gut erreichbar sein.
  • Achte auf Strömungen und Gezeiten.
  • Es sollten sich keine Schwimmer im Wasser befinden.
  • Halte ausreichend Abstand zu Badebereichen!
  • Lass Dir nur von eingewiesenen Pesonen beim Starten und Landen Deines Kites helfen.
  • Achte darauf, dass Sich keine Personen im Flugbereich Deines Kites befinden.
  • Kein Alkohol, keine Drogen oder Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit beeinflussen könnten.
  • Wenn man alleine aufs Wasser geht sollte man zumindest unter Beobachtung stehen, um im Notfall Hilfe erwarten zu können.


Allgemeine Empfehlungen zu Wetterbedingungen

  • Achte auf beständige Wetterlagen mit gleichmäßigem Wind.
  • Kite nicht bei Gewittertendenz (nicht nur wegen Blitzen sondern auch wegen böigen, drehenden Winden).
  • Achte auf gute Sicht; kiten in der Dämmerung oder Dunkelheit ist verboten.

Wind und Wettervorhersagen gibt es im Internet, eine permanente Wetterbeobachtung schützt vor Überraschungen.



Gezeiten und Strömungen

Der Unterschied im Wasserstand zwischen Ebbe und Flut (Gezeiten) kann zu starken Strömungen und schlecht kalkulierbaren Risiken führen.
Zwischen Inseln, Sandbänken, Riffen und in flachem Wasser kann die Flussgeschwindigkeit im schlimmsten Fall 10 bis 20 Knoten betragen. Dies erschwert möglicherweise das Fahren am Wind oder den Relaunch des Kites erheblich.
Information zu Gezeiten und Strömungen  gibt es bei lokalen Behörden (z.B. Hafenverwaltung), bei Wasser-Rettungsorganisationen oder bei (Kite)-Surfschulen.

Gezeitenkalender Deutsch Nordseeküste: http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Vorhersagen/Gezeiten/index.jsp

Internationaler Tidenkalender: http://www.tide-forecast.com/


Wer hier kitet sollte auch in Brandungsbedingungen schwimmen können. Im Bild unten rechts sieht man die nach draußen führende Strömung des ablaufenden Wassers (türkieser Streifen). In der Bildmitte sieht man das zum Ufer treibende Weißwasser der Brandung. Hier ist mit Untiefen zu rechnen; in diesem Fall handelt es sich um ein dicht unter der Wasseroberfläche lauerndes Felsriff.

 


Windstärken und Windrichtung


Achte auf die den Windverhältnissen angepasste Kite-Größe. Den Kite im Zweifel lieber eine Nummer kleiner wählen.


Auflandiger Wind (On-Shore):
Der Kiter und das Material kann nicht abtreiben
Der Kiter kann bei auffrischendem Wind auf Land gezogen werden

Schräg Auflandiger Wind (Sideoneshore):
Im Allgemeinen bezeichnet man diese Windrichtung als die „Sicherste“
Der Kiter und das Material kann nicht abtreiben
Wenn der Kiter an Land gezogen wird, geschieht das in einem flachen Winkel

Parallel zum Ufer wehender Wind (Sideshore):
Ideale Windrichtung zum Kitesurfen.
In einer Notsituation muss der Kiter zum Land schwimmen.

Ablandiger Wind (Offshore):
Kiten ist bei ablandigem Wind ist sehr gefährlich, wenn kein Motorboot zur Rettung im Notfall im Einsatz ist.
In einer Notsituation (z.B. Materialschaden) kann ein zurückschwimmen zum Land sehr schwierig sein! Mit zunehmenden Abstand vom Ufer steigt üblicherweise die Windstärke gegen die angeschwommen werden muss.